Ibiza und Strache – ein Paradies für Urlauber und Politidioten!

Ibiza und Strache – ein Paradies für Urlauber und Politidioten!

Ibiza und Strache? Für NEOS geht der Tiroler Johannes Margreiter ins Rennen um ein Nationalratsmandat. Seine Kritik an der herrschenden Politsituation lässt aufhorchen: Korruption floriert, Wahrheiten werden von Behauptungen verdrängt, und das alles unter dem Motto „Jetzt erst recht!”

Herr Margreiter, was unterscheidet Sie vom politischen Mitbewerb? Heutige Politiker stehen im Ruf nur mehr zu reden und nicht wirklich zu handeln?

Ganz richtig, es wird nur mehr in Worthülsen wahlkampfgeplappert, klare Antworten oder gar konkrete Vorschläge gibt es selten. Und genau hier möchte ich den Unterschied festmachen: ich werde den Tirolerinnen und Tirolern ein revolutionär neues Konzept einer ehrlichen Politkultur präsentieren: echte Lösungen, authentische Antworten und eine völlig neue Form der individuellen Wertschätzung von Wählerinnen und Wählern – und das nicht nur vor sondern vor allem auch noch nach dem Wahltag! Ich bin der Meinung, dass nicht „die Politiker”, nicht selbst ernannte Spezialisten für eh alles, nicht machtbeseelte Ibizaurlauber oder Parteipostenbezieher Österreich bestimmen sollten, sondern wieder die WählerInnen die einzig bestimmenden AuftraggeberInnen für unsere Zukunft sein sollen!

Ibiza und Strache
Johannes Margreiter zur Ibiza Affäre und FPÖ

Was sind denn Ihrer Meinung nach „konkrete Lösungen”? Nehmen wir gerade das Thema „Ibiza und Strache“, was können wir daraus für konkrete Schlussfolgerungen Ihrer Meinung nach ziehen?

Nun zunächst darf gesagt sein, dass es sich bei Ibiza sicher um ein wahres Paradies für UrlauberInnen handelt, aber eben offensichtlich auch um ein paradiesisches Plätzchen für Politidioten! Der Spitzenvertreter einer „Gesinnungsgemeinschaft”, wie sich die FPÖ gerne nennt, tritt da in Erscheinung als Unterhändler für österreichische Staats- und Kulturgüter? Das charakterisiert ja nicht nur den Herrn Strache sondern eben auch die FPÖ als Ganzes. Da hätte er anstatt „des war eine bsoffene Gschicht“ genau so gut sagen können: ich war halt einfach „blau“!

Strache und die FPÖ meinen, es sei jetzt bestätigt, dass es keine strafrechtlich relevanten Vorwürfe mehr gibt?

Es geht doch niemandem darum, ob es irgendeinen „Strafrechtsbestand” betreffend Herrn Strache gibt, wen interessiert denn das außer Herrn Strache selbst? Es geht um die Unglaublichkeit der Inhalte und des Gesagten. Allein die zur Schau gestellte Geisteshaltung dieser Clique muss doch nun den letzten Zweifler überzeugen, dass dieser Haufen unwählbar ist! Weil er selbst momentan ein schlechtes Bild abgibt, hievt er da einfach seine Frau in die politische Arena! Ja sind wir jetzt im demokratiepolitischen Mittelalter angekommen? Und genau diese Sippschaft prangert in Österreich gleichzeitig den „Postenschacher” an, den „Filz”? Erklären Sie einem Menschen mit klarem Verstand einmal den Slogan „Jetzt erst recht” in diesem Zusammenhang. Erst recht? Was denn erst recht? Jetzt erst recht Zeitungen manipulieren, jetzt erst recht das Volk dumm heißen, jetzt erst recht lügen und betrügen?

Nun man könnte sagen, in Zeiten von Trump gibt es verschiedene Varianten einer Wahrheit?

Es gibt verschiedene Blickweisen, das ist korrekt, es gibt auch verschiedene Meinungen, natürlich, aber es kann nicht sein, dass nun plötzlich eine Behauptung eine Tatsache widerlegt. Wenn nämlich dieses Beispiel Schule macht, dann hat die Demokratie verloren. Dieses ständige Behaupten von Unrichtigkeiten führt zu einem radikalen Werteverlust, und dazu, dass wir uns auf scheinbar nichts mehr verlassen können. Wir bauen auf Werte wie Wahrheit, Vertrauen oder Solidarität. Das bewusst gestreute Misstrauen in alles und jeden sprengt unsere Gemeinschaft von innen. Und dann floriert Korruption nicht nur, dann wird sie sogar gesellschaftsfähig und „normal”! Dagegen hilft nur ein geradliniges, eindeutiges und ehrliches Politikverständnis, sagen was Sache ist und nicht was Strache ist.