Verkehrsbelastung Brenner – eine europäische Lösung für Tirol

Verkehrsbelastung Brenner – eine europäische Lösung für Tirol

Verkehrsbelastung Brenner – ein europäisches Schlagwort, das seit Jahren die Gemüter erhitzt. Ist es lösbar?

Verkehrsbelastung Brenner – diese Problemstellung ist natürlich lösbar, aber eben nicht mit gängigem, jahrzehntealtem Verkehrsdenken! Wer glaubt, wenn wir die eine oder andere Route sperren oder da und dort ein Zeitfenster für Fahrverbote schaffen, löst das auch nur annähernd unsere Probleme, der/die irrt. So behandeln wir Symptome aber nicht den Kern des Übels!

Bei einer echten Lösung geht es nicht darum, die freien Verkehrswege in Europa abzuschaffen. Es geht darum, eine neue Verhältnismäßigkeit in der Wahl der Mittel herzustellen. LKW Transport Nadelöhre, wie etwa Tirol, haben verpflichtend emmisionsfrei per Bahn abgehandelt zu werden. Dazu braucht es für das Frächtergewerbe aber natürlich auch den Anreiz von kosten- und zeitsparende Nutzungsmöglichkeiten. Was den überbordernden Privatverkehr betrifft, braucht es wirklich am Bedarf orientierte, innerstädtische und dörfliche Shuttle-Konzepte, die den Individualverkehr spürbar reduzieren.

Verkehrsbelastung Brenner
„Lösungen brauchen den Bruch mit altem Verkehrsdenken!“ – Johannes Margreiter (Foto: ORF Tirol)

Jede Investition in das Richtige lohnt sich!

Investitionen in diese Konzepte schaffen darüber hinaus auch noch Arbeitsplätze sowie modernste Infrastrukturen. Die zynische Diskussion, ob und wie sich ein Brennerbasistunnel jemals „rentieren“ kann, ist dann ebenfalls vom Tisch, weil sich eine derartige Strategie im Vorfeld seiner Inbetriebnahme nahtlos in die Nutzung dieser Bahntrasse überführen läßt. Ganze Städte setzen heute bereits auf elektrische, ja sogar selbstfahrende Shuttlebusse, die in kürzesten Intervallen sämtliche neuralgische Punkte bedienen.

Die Frage, die sich uns allen heute stellt, ist also weniger: Verkehrsbelastung – ist sie lösbar? Sondern vielmehr: wann bitte tun wir endlich das Richtige? Optionen liegen am Tisch, über Technik und Brainpower verfügen wir bereits gutteils, was hält uns also auf? Aja, eine fadenscheinige, lobbyistenbestimmte Politik, stimmt!

Die Politik ist angehalten, keine Ängste zu schüren oder sich noch länger herauszureden. Was wir brauchen sind spürbare Veränderungen und hemdsärmeliges Handeln – nicht mittel- und langfristig sondern sofort!